top of page
Liechtensteinische-Oelvertriebsgesellschaft-(L.Ö.G.)-Logoadaption-für-Header-Web-RGB-07202
Liechtensteinische-Oelvertriebsgesellschaft-(L.Ö.G.)-Headerbilder-Web-oelvertrieb.li-07202

Aktuelles von der LÖG und der Branche.

21.5.26

Goldman Sachs: Ölreserven schwinden in Rekordtempo

Die weltweiten Lagerbestände an Rohöl und Ölprodukten werden in diesem Monat so schnell abgebaut wie nie zuvor. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der Goldman Sachs Group. Die sichtbaren Ölbestände seien im bisherigen Verlauf des Monats Mai um täglich 8,7 Mio. Barrel geschrumpft – ein Rekordwert und nahezu doppelt so viel wie noch vor Beginn des Iran-Krieges.

„Die physischen Märkte bleiben angespannt, da die geschätzten Ölexporte durch die Meerenge weiterhin nur bei etwa fünf Prozent des normalen Niveaus liegen“, erklären die Analysten mit Blick auf die Straße von Hormus, die derzeit sowohl von Iran als auch den USA blockiert wird. Der Konflikt hat die globalen Energiemärkte stark erschüttert und einen beispiellosen Versorgungsschock ausgelöst, der die weltweiten Ölreserven rapide sinken lässt.

20.5.26

Verhandlungen festgefahren?

Wenig Bewegung gibt es unterdessen bei den Verhandlungen zwischen USA und Iran – zumindest gibt es keine Neuigkeiten über echte Fortschritte. Trump sagte zwar, dass man den Krieg nun „sehr schnell“ beenden könnte, schob aber auch eine klare Drohung nach.

Wenn der Iran den Bedingungen der USA nicht zustimme, „müssen wir ihnen vielleicht einen weiteren großen Schlag versetzen“, so der US-Präsident. Auf die Frage wie lange er mit einem Angriff warten würde sagte Trump: „Ich sage zwei oder drei Tage, vielleicht Freitag, Samstag, Sonntag. Irgendwas vielleicht Anfang nächster Woche, eine begrenzte Zeitspanne.“

19.5.26

USA verlängern Sanktionsausnahmen für russisches Öl

Die USA haben am Montagabend eine weitere 30-tägige Verlängerung der Sanktionsausnahmen für den Kauf von auf dem Seeweg transportiertem russischem Öl angekündigt. Am Wochenende war die letzte Verlängerung dieser Maßnahme ausgelaufen und zunächst hatte es danach ausgesehen, als wolle Washington die Ausnahmeregelung nicht erneut ausdehnen.

Aus Insiderkreisen hieß es, die erneute Verlängerung sei auf Drängen besonders verwundbarer Staaten getroffen worden, die besonders von der prekären Angebotssituation durch den Iran-Krieg betroffen sind. Sie können dank der Sonderregelung nun auch sanktioniertes russisches Öl kaufen, zumindest solches, das sich schon auf Tankern und schwimmenden Lagern befindet.

18.5.26

Drohnenangriffe auf VAE und Saudi-Arabien

Am Persischen Golf stehen die Zeichen erneut auf Eskalation. Während mögliche Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA weiter am seidenen Faden hängen, haben die Kampfhandlungen in der gesamten Region wieder zugenommen. So meldeten sowohl die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), als auch Saudi-Arabien am Wochenende neue, wahrscheinlich iranische Drohnenangriffe.

Während Riad am Sonntag offenbar mehrere Drohnenangriffe abwehren konnte, traf eine Drohne in den VAE ein Kernkraftwerk und löste dort einen Brand aus. Zwei weitere Drohnen seien laut Verteidigungsministerium der VAE „erfolgreich abgefangen“ worden. Ein diplomatischer Berater des Präsidenten sprach von einer gefährlichen Eskalation – unabhängig davon, ob der Angriff vom „Hauptverantwortlichen“ oder von dessen Stellvertretern ausgeführt worden sei.

15.5.26

Straße von Hormus: Iran lässt wieder mehr Schiffe passieren

Offenbar erlaubt der Iran seit gestern ausgewählten chinesischen Schiffen die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Tankertrackingdaten der letzten Tage zeigen außerdem, dass die Zahl der Schiffe, die die Meerenge passieren konnten, schon zuvor leicht gestiegen war.

Während der chinesische Staatschef Xi Jinping in Peking den US-Präsidenten Donald Trump empfing, meldete die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Fars gestern, Teheran habe sich mit Peking über die iranischen Kontroll- und Verwaltungsprotokolle für die Wasserstraße verständigt. Damit hätten nun mehrere chinesische Tanker freie Fahrt. Laut Fars reagiere Teheran damit auf die Bitten des chinesischen Außenministers sowie des chinesischen Botschafters im Iran.

13.5.26

EIA: Akute Knappheit in 2026, Angebotsüberschuss in 2027

Wie erwartet hat die EIA in ihrem aktuellen Monatsbericht für das laufenden Jahr klar bullishe Prognosen getroffen und reagiert damit auf die neuen Marktvoraussetzungen, die durch den Krieg am Persischen Golf geschaffen wurden. Doch für 2027 bleiben die Aussichten laut EIA überwiegend bearish.

Das US-Energieministerium hat die globale Ölproduktion für April um -2,67 Mio. B/T zum Vormonat angepasst, so dass diese nun noch 101,60 Mio. B/T beträgt. Für die Ölversorgung weltweit ergibt sich damit im laufenden Jahr ein Defizit von -2,55 Mio. B/T, eine deutliche Verschlechterung im Vergleich zum Vormonat (-0,29 Mio. B/T). Doch wie schon im letzten Monatsbericht, geht die EIA weiterhin davon aus, dass sich die Angebotslage bis 2027 wieder deutlich entspannen wird.

12.5.26

Trump stellt Waffenruhe in Frage

Laut US-Präsident Donald Trump hängt die seit nunmehr fast fünf Wochen anhaltende Waffenruhe mit dem Iran am sprichwörtlich seidenen Faden. Wortwörtlich sagte Trump, die Feuerpause liege „auf der Intensivstation“ und nannte als Grund für diese Einschätzung den jüngsten Verhandlungsvorschlag aus Teheran, den der Präsident als „einen Haufen Müll“ bezeichnete. Nach diplomatischer Annäherung klingt das nicht gerade.

Der Iran hatte als Antwort auf Washingtons letzten Vorschlag unter anderem Reparationen für die entstandenen Kriegsschäden gefordert. Außerdem enthält das iranische Verhandlungspapier laut Staatsmedien die Forderung nach der vollen Kontrolle über die Straße von Hormus sowie ein Ende der Sanktionen und die Freigabe beschlagnahmter iranischer Vermögenswerte.

11.5.26

Allianz zur Sicherung der Straße von Hormus

Am heutigen Montag sollen mehr als 40 Länder bei einer Konferenz zusammenkommen, bei der man über die Sicherung der Meerenge unter europäischer Führung berät. Hier sollen die Nationen Zusagen für die Räumung von Seeminen, der Eskorte von Schiffen und Patrouillenflüge machen, sowie es in der Region einen nachhaltigen Frieden zwischen den USA und dem Iran gibt.

Teheran lehnt eine solche Aktivität aber grundsätzlich ab und sieht hierin eine weitere Eskalation, sollten die Länder Kriegsschiffe oder andere militärische Fähigkeiten in die Region verlegen. „Jede Verlegung und Stationierung außerregionaler Zerstörer rund um die Straße von Hormus unter dem Vorwand des ‚Schutzes der Schifffahrt‘ ist nichts anderes als eine Eskalation der Krise, eine Militarisierung einer lebenswichtigen Wasserstraße und ein Versuch, die wahre Ursache der Instabilität in der Region zu verschleiern“, so der iranische Vizeaußenminister, Kazem Gharibabadi.

8.5.26

USA/Iran: Neue Angriffe in der Strasse von Hormus

Trotz der bestehenden Waffenruhe und den laufenden Bemühungen um ein Friedensabkommen haben sich die USA und der Iran in der Strasse von Hormus erneut gegenseitig beschossen. Zudem griff das US-Militär einzelne Ziele im Iran an. Teheran sieht die Waffenruhe damit als verletzt, Washington bezeichnet sie weiter als intakt.
Laut US-Militärkommando (CENTCOM) hätten iranische Streitkräfte mehrere Raketen abgefeuert und Drohnen sowie kleine Boote eingesetzt, als drei US-Schiffe die Meerenge passiert hätten. Die Bedrohungen sei neutralisiert worden und man habe im Anschluss iranische Militäreinrichtungen angegriffen, die für die Angriffe auf die US-Streitkräfte verantwortlich gewesen seien, so das US-Militär.
Für den Iran ist das Vorgehen der USA eine klare Verletzung der Waffenruhe, Donald Trump sagte hingegen in einem Interview, die Waffenruhe gelte weiterhin. Der US-Präsident wiederholte seine Forderungen an den Iran, schnell einer Friedensvereinbarung zuzustimmen und verband sie mit seinen üblichen Drohungen eines massiven Bombardements auf die Islamische Republik, die laut Donald Trumps von Wahnsinnigen angeführt werde.
Die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Verhandlungslösung wird im Lichte dieser neuen Eskalation wieder deutlich kleiner, zumal auch aus dem Libanon wieder israelische Angriffe gemeldet wurden. Die Waffenruhe zwischen USA und Iran hatte eigentlich einen Angriffsstopp Israels auf sein Nachbarland beinhaltet, der allerdings ohnehin sehr brüchig gewesen war. Es bleibt nun abzuwarten, ob die Lage am Persischen Golf weiter eskaliert, oder ob die Diplomatie doch noch eine Chance hat.

7.5.26

„Mehr Wunsch als Realität“ – Iran relativiert Aussichten auf baldiges Abkommen

Gestern noch hatte es zwischenzeitlich danach ausgesehen, als sei eine Lösung des Konflikts im Persischen Golf zum Greifen nahe. Das US-Nachrichtenmagazin Axios berichtete von einem „Memorandum of Understanding“, das kurz vor der Unterzeichnung stehe (06.05.2026 Durch-bruch in Sicht? Iran und USA verhandeln wieder). Doch inzwischen hat der Iran diese Behauptung klar relativiert.

Noch gestern Abend erklärte Ebrahim Rezaei, Sprecher des außenpolitischen und nationalen Sicherheitsausschusses des Parlaments, auf X, dass der Vorschlag für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges längst noch nicht so endgültig sei: „Der Axios-Text ist eher eine amerikanische Wunschliste als Realität. Die Amerikaner werden in einem Krieg, den sie verlieren, nichts gewinnen, was sie nicht bereits in direkten Verhandlungen erreicht haben“. Nach Annäherung oder besonderem Entgegenkommen klingt das nicht gerade.

6.5.26

US-Ölbestände stark gesunken

Die landesweiten Rohölbestände sind laut API gesunken, während auch im Zentrallager Cushing, Oklahoma, die Vorräte abgenommen haben. Bei Destillaten und Benzin werden ebenfalls Bestandsrückgänge gemeldet. Die Zahlen des API zur abgelaufenen Berichtswoche in der Übersicht:

Die Abbauten bei Rohöl, Benzin und Destillate sind allesamt umfangreicher als es die Experten im Vorfeld geschätzt hatten. Die Zahlen des API zeigen, dass die Sperrung der Straße von Hormus auch die USA in der Versorgung beeinträchtigt, auch wenn man selbst vergleichsweise wenig Rohöl und Produkte aus dem Nahen Osten bezieht.

Andere Länder, die ihre Waren aus der Region erhalten, kaufen aber nun verstärkt an anderen Märkten – auch in den USA. Dies sorgt für sinkende Vorräte, die sich in den Zahlen des API widerspiegeln. Der API Bericht ist somit bullish einzustufen, während der Markt auf die offiziellen Daten des DOE am Nachmittag um 16:30 Uhr warten. Sollten die Veränderungen in diesem Umfang bestätigt werden, so ist mit einer bullishen Reaktion an ICE und NY-MEX zu rechnen.

5.5.26

Nur wenige Schiffe verlassen Persischen Golf

Unter der US-Schiffseskorte, die als „Projekt Freiheit“ bezeichnet wird, konnten wohl 2 Frachter den Persischen Golf verlassen. „Die erfolgreich eskortierte Ausfahrt eines von Maersk betriebenen Schiffes hat dazu beigetragen, die unmittelbaren Befürchtungen hinsichtlich möglicher Versorgungsengpässe zu mildern“, so Tim Waterer, Analyst bei KCM Trade.

„Dies zeigt, dass eine eingeschränkte sichere Passage unter den gegenwärtigen Bedingungen möglich ist und hilft, die schlimmsten Befürchtungen hinsichtlich Versorgungsengpässen etwas zu entkräften. Es handelt sich jedoch nach wie vor um ein einmaliges Ereignis und nicht um eine vollständige Wiederaufnahme des Handels“, relativiert er jedoch die Bedeutung. Gleichzeitig beschoss der Iran mehrere Schiffe in der Region und den wichtigen Hafen Fujairah in den Vereinten Arabischen Emiraten (VAE).

bottom of page