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Aktuelles von der LÖG und der Branche.

20.3.26

Westen signalisiert Bereitschaft zur Sicherung der Strasse von Hormus

Unterdessen erklärten die EU Staaten gemeinsam mit Japan und Kanada sie seien bereit, sich an geeigneten Massnahmen zur Sicherung der Schifffahrt durch die Strasse von Hormus zu beteiligen und zur Stabilisierung der Energiemärkte beizutragen. Wir sind bereit, entsprechende Schritte zur Gewährleistung sicherer Passage durch die Strasse zu unterstützen. Wir begrüssen das Engagement von Staaten, die bereits Vorbereitungen treffen, heisst es in der Erklärung.
Beim gestrigen EU-Gipfel in Brüssel forderten die Mitglieder zudem ein Ende der Angriffe auf Energie und Marineinfrastruktur im Nahen Osten. Der Europäische Rat ruft zu Deeskalation und grösstmöglicher Zurückhaltung auf, zum Schutz von Zivilisten und ziviler Infrastruktur sowie zur uneingeschränkten Achtung des Völkerrechts durch alle Parteien, heisst es in der Abschlusserklärung.
Die EU Staaten begrüssten darüber hinaus die Bereitschaft einzelner Mitgliedsstaaten, die Strasse von Hormus abzusichern, sobald die Voraussetzungen dafür erfüllt sind. Um welche Voraussetzungen es sich handelt, wurde in der Erklärung nicht erläutert. Konkrete Angaben zu einem Einsatz in der wichtigen Meerenge enthielt die Erklärung ebenfalls nicht. Die USA hatten zuletzt gedrängt, entsprechende Militäraktionen der Amerikaner mit zu unterstützen.

19.3.26

Iran greift LNG-Anlagen in Katar an

Nach den gestrigen Angriffen auf Energieanlagen im Iran hat dieser nun zahlreiche Vergeltungsschläge an Öl- und Gasanlagen in der gesamten Golfregion durchgeführt. Unter anderem bestätigt Katar Raketenangriffe auf die Industriestadt Ras Laffan und die dort befindliche größte Exportanlage für LNG weltweit. Dabei habe es schwere Schäden gegeben.

Der Komplex, von wo aus üblicherweise etwa ein Fünftel des gesamten globalen LNG-Bedarfs exportiert wird, war schon kurz nach Kriegsbeginn erstmals vom Iran angegriffen worden. Katar hatte den Betrieb in Ras Laffan daraufhin eingestellt (03.03.2026 Katar stellt LNG-Produktion ein - Preise gehen durch die Decke). Donald Trump drohte dem Iran mit Vergeltung, sollten Katars LNG-Anlagen erneut angegriffen werden.

16.3.26

Iran: Ölexporte von Insel Kharg unbeeinträchtigt von US-Luftschlag

Nachdem die USA am frühen Samstagmorgen Luftschläge auf iranische Militäranlagen auf der Insel Kharg, im Persischen Golf, durchgeführt hat, berichtete die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars, die Ölexporte von den Häfen der Insel seien dadurch nicht beeinträchtigt worden. Die Insel ist für die Islamische Republik ein wichtiger Umschlagplatz für ihr Öl, denn der Großteil des iranischen Rohöls wird über das Terminal Kharg exportiert. Kurz vor Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran sollen die Ölexporte ab Kharg laut Schätzungen von JPMorgan Chase & Co. auf rund 3 Mio. B/T gestiegen sein - etwa das Dreifache der üblichen Mengen.

Kurz nach dem Angriff auf die iranischen Militäranlagen auf Kharg drohte US-Präsident Trump, auch die Ölinfrastruktur der Insel anzugreifen, sollte der Iran "irgendetwas unternehmen, das die freie und sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus behindert." Teheran drohte wiederum damit, dass "(a)lle Öl-, Wirtschafts- und Energieeinrichtungen von Ölkonzernen in der Region, die sich im Besitz der Vereinigten Staaten befinden oder mit den Vereinigten Staaten zusammenarbeiten, (...)sofort zerstört und in Schutt und Asche gelegt" würden, sollte Trump seine Drohung wahr machen.

13.3.26

USA lockern Sanktionen für russisches Öl auf See

In ihren Bemühungen, den zunehmenden Preisdruck an den Energiemärkten mindern, haben die USA eine zweite Sondergenehmigung erteilt, die es Käufern ermöglicht, russische Öllieferungen abzunehmen. Die Ausnahmeregelung ist auf 30 Tage begrenzt und erlaubt es Staaten, bereits auf See befindliches, eigentlich sanktioniertes russisches Rohöl und Ölprodukte zu kaufen.
US Finanzminister Scott Bessent erklärte in einem Post auf X , der Schritt sei als „eng begrenzte, kurzfristige Massnahme gedacht. Sie gelte ausschliesslich für Öl, das sich bereits auf dem Transportweg befinde, und werde der russischen Regierung keinen nennenswerten finanziellen Vorteil verschaffen. Zuvor hatte Bessent angedeutet, dass die USA möglicherweise weiteres russisches Öl von Sanktionen ausnehmen könnten, um den Preisdruck auf dem Ölmarkt zu verringern.
Die neue Regelung erlaubt die Lieferung und den Verkauf von russischem Rohöl und Erdölprodukten, die bis zum 12. März verladen wurden. Die Regierung in Washington erweitert damit eine Ausnahmegenehmigung, die in der vergangenen Woche für Indien erteilt worden war und für Öl galt, das vor dem 5. März verschifft wurde. Die nun ausgeweitete Regelung ist nicht mehr auf Indien beschränkt, schliesst jedoch Käufe durch den Iran aus. Die neue Lizenz gilt laut Angaben des US Finanzministeriums bis zum 11. April.
Der Schritt ist der jüngste Versuch der US Regierung, die Energiepreise zu stabilisieren. Zuvor hatten US-amerikanische und israelische Angriffe auf den Iran sowie die anschliessende Schliessung der Strasse von Hormus wichtige Öl und Gaslieferungen aus dem Nahen Osten unterbrochen und die Preise in die Höhe schnellen lassen. Am Mittwoch hatte Washington deshalb zugestimmt, 172 Mio. Barrel Öl aus der strategischen Erdölreserve freizugeben. Diese ist Teil einer umfassenderen Vereinbarung der 32 Mitgliedstaaten der IEA, insgesamt 400 Mio. Barrel Öl aus den Notfallvorräten auf den Markt zu bringen.

12.3.26

Iran droht mit Wirtschaftsschock und verstärkt Angriffswellen

Der Iran setzt seine Drohung, den Westen an seiner wirtschaftlich schwächsten Stelle zu treffen, offenbar um und hat seine Angriffe auf Energietransporte und Ölanlagen im gesamten Nahen Osten verstärkt. Zuletzt hieß es, zwei Öltanker seien von iranischen Streitkräften vor dem Irak in Brand gesetzt worden.

Teherans geschwächtes Regime hatte zuvor deutlich gemacht, dass es einen lang anhaltenden globalen Wirtschaftsschock auslösen will. Der Sprecher des iranischen Militärkommandos sagte am Mittwoch in einer an die USA gerichteten Botschaft: „Macht euch darauf gefasst, dass der Ölpreis bei 200 Dollar pro Barrel liegen wird, denn der Ölpreis hängt von der regionalen Sicherheit ab, die ihr destabilisiert habt.“

11.3.26

IEA prüft Rekord Freigabe aus strategischen Ölreserven

Die International Energy Agency (IEA) erwägt laut einem Bericht des Wall Street Journal die grösste Freigabe strategischer Ölreserven in ihrer Geschichte. Demnach könnte die geplante Freigabe sogar die 182 Mio. Barrel übertreffen, die im Jahr 2022 nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine auf den Markt gebracht wurden. Wie hoch sie genau ausfallen soll, ist noch nicht bekannt.
Offenbar will die IEA schon heute über einen entsprechenden Vorschlag entscheiden. Der Plan könnte angenommen werden, sofern keines der 32 Mitgliedsländer Einspruch erhebt. Bereits der Widerstand eines einzelnen Staates könnte die Massnahme jedoch verzögern. Die Energieminister der G7 hatten sich am Dienstag noch nicht auf eine Freigabe aus den SPRs festlegen wollen und stattdessen die IEA gebeten, zunächst eine Bewertung der Lage vorzunehmen.
Zwar steht derzeit kein Land vor einer physischen Rohölknappheit, doch die Preise steigen deutlich, und die Situation einfach laufen zu lassen, ist keine Option, hiess es von einer mit den Beratungen vertrauten G7-Quelle. Grundsätzlich unterstützten die G7 Staaten eine koordinierte Freigabe von Ölreserven durch die IEA, so die Quelle. Eine tatsächliche Freigabe könne jedoch nicht sofort beginnen. Fragen zum Gesamtvolumen, zur Aufteilung auf einzelne Länder und zum Zeitpunkt müssten noch geklärt werden.

10.3.26

Trump: Krieg mit Iran könnte "sehr bald" beendet sein

In einem Interview mit dem Sender CBS News gab US-Präsident Donald Trump am gestrigen Montag an, er sei der Ansicht, dass die USA bei ihrem Militärschlag gegen den Iran dem eigenen Zeitplan "sehr weit voraus" seien. Dass der Krieg noch in dieser Woche enden wird, schloss Trump jedoch aus. Ursprünglich waren vier bis fünf Wochen angesetzt worden, um die Ziele des Angriffs zu erreichen, wobei sich viele - darunter auch Mitglieder des US-Kongresses - noch immer nicht sicher sind, was diese Ziele eigentlich sind.

Eine Lösung auf diplomatischem Wege scheint zumindest für den Iran nicht in Frage zu kommen. So schloss der iranische Außenminister Abbas Araghchi Verhandlungen aus und verwies dabei auf die Atomgespräche. "Nach drei Verhandlungsrunden, in denen das amerikanische Team selbst erklärte, wir hätten große Fortschritte erzielt, entschieden sie sich dennoch für einen Angriff. Daher glaube ich nicht, dass weitere Gespräche mit den Amerikanern noch auf unserer Tagesordnung stehen werden“, so der Minister am Montag in einem Interview mit PBS News.

9.3.26

Auch VAE und Kuwait drosseln Produktion

Nach dem Irak haben nun auch die OPEC-Mitglieder Kuwait und Vereinigte Arabische Emirate (VAE) ihre Produktion vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs gedrosselt. Grund für die Maßnahme ist, dass den beiden Ländern die freien Lagerkapazitäten ausgehen, da sie ihr Öl derzeit nicht über die Straße von Hormus nicht exportieren können. Für gewöhnlich wird die für den internationalen Ölhandel so wichtige Meerenge täglich von durchschnittlich 138 Schiffen durchfahren. Am vergangenen Donnerstag ließ der Iran gerade noch zwei Tanker durch das Nadelöhr hindurch.

Wie stark die Produktion der beiden OPEC-Mitglieder reduziert wurde, ist noch unklar. Vom emiratischen Unternehmen Adnoc ist nur bekannt, dass es die Förderung der Offshore-Anlagen gedrosselt hat. Aus Kuwait hieß es außerdem, dass auch der Durchsatz an den Raffinerien verringert worden sei.

6.3.26

USA gewähren Indien bei Russland-Sanktionen Ausnahmen

Die US-Regierung hat Indien am gestrigen Donnerstag Ausnahmen bei den Sanktionen hinsichtlich des Kaufs von russischem Öl gewährt. Die Raffinerien der Republik hatten aufgrund des starken Rückgangs der Exporte an Rohöl aus dem Nahen Osten über die Strasse von Hormus bereits teilweise Force Majeure für ihre Produkte erklären müssen.
Das Office of Foreign Asset Control des US-Finanzministeriums veröffentlichte am Donnerstag daher eine vorübergehende Genehmigung, auf Basis derer Indien seine Käufe von Rohöl aus Russland vorübergehend steigern darf. Die Sondergenehmigung gilt allerdings nur für Transaktionen, bei denen das Rohöl und/oder die Produkte aus Russland vor dem 5. März verladen wurden und nur, sofern die Lieferung nach Indien erfolgt und das Öl von einem indischen Unternehmen gekauft wird. Die Genehmigung läuft am 4. April um 0:01 Uhr Washingtoner Zeit aus.
Noch im vergangenen Jahr hatte die US-Regierung Indien Strafzölle aufgebrummt, weil das Land trotz Sanktionen weiterhin umfangreiche Mengen an russischem Rohöl bezog. Im Rahmen der Verhandlungen über ein Handelsabkommen hatte Neu Delhi schliesslich angekündigt, man werde sich nach Alternativen umsehen und die Importmengen aus Russland reduziert. US-Finanzminister Bessent kommentierte die Sondergenehmigung in einem Post auf dem Kurzmitteilungsdienst X mit den Worten: Diese bewusst kurzfristige Maßnahme wird der russischen Regierung keinen nennenswerten finanziellen Nutzen bringen, da sie nur Transaktionen mit bereits auf dem Meer gestrandetem Öl genehmigt.

5.3.26

China stoppt Treibstoffexporte wegen Iran-Krieg

Die chinesische Regierung hat die größten Ölraffinerien des Landes angewiesen, ihre Exporte von Diesel und Benzin vorübergehend auszusetzen. Der größte Ölimporteur der Welt reagiert damit auf die Lieferunterbrechungen am Persischen Golf in Folge des Irankrieges.

Den Raffinerien wurde demnach von der obersten chinesischen Wirtschaftsplanungsbehörde aufgetragen, keine neuen Exportverträge mehr abzuschließen und über die Stornierung bereits vereinbarter Lieferungen zu verhandeln. Zu den Unternehmen, die regelmäßig staatliche Exportquoten für Kraftstoffe erhalten, zählen PetroChina, Sinopec, CNOOC, die Sinochem Group sowie der private Raffineriebetreiber Zhejiang Petrochemical.

3.3.26

Iran: Jedes Schiff in Straße von Hormus potenzielles Ziel

Am Montagmorgen hatte es zwar bereits Meldungen über Angriffe auf Schiffe in der Straße von Hormus gegeben, von einer Sperrung der für den internationalen Öl- und Gashandel so wichtigen Meerenge durch den Iran war offiziell jedoch noch nicht die Rede gewesen. Mittlerweile hat Teheran die Straße von Hormus für die internationale Schifffahrt allerdings gesperrt. Dies gab Ebrahim Jabbari, ein Berater des Kommandeurs der Is-lamischen Revolutionsgarden, gegenüber iranischen Medien an.

Jabbari warnte, dass jedes Schiff, das versuche, durch die Straße von Hormus zu fahren, zum Ziel werde und kündigte an, der Iran werde auch "die Ölleitungen der Feinde" angreifen und Ölexporte aus der Region verhindern. Bereits gestern wurden vier Öltanker in der Straße von Hormus vom Iran angegriffen, darunter der mit Kraftstoffen beladene Athena Nova, die Teheran Verbündeten der USA zuordnete.

27.2.26

USA/Iran: Gespräche sollen weiter gehen Militärischer Druck bleibt hoch

Glaubt man dem iranischen Aussenminister Abbas Aragtschi, sind bei der gestrigen dritten Verhandlungsrunde in Genf grosse Fortschritte erzielt worden. Ab Montag seien technische Gespräche in Wien geplant und auch auf politischer Ebene soll weiter verhandelt werden. Wie greifbar ein neues Atomabkommen tatsächlich ist bleibt abzuwarten. Die USA schliessen einen Militärschlag unterdessen weiterhin nicht aus.
Aragtschi bezeichnete die gestrigen Gespräche als die beste und ernsthafteste Runde und sagte vor Reportern: Vielleicht war die Ernsthaftigkeit für das Erreichen einer Einigung sichtbarer als zuvor. Die US-Delegation hielt sich bedeckt, hier gab es kein offizielles Statement über den Verlauf der Verhandlungen. Am Montag soll es nun in Wien Gespräche auf technischer Ebene geben, bei denen es um den Vorschlag für ein neues Atomabkommen gehen wird. Deshalb werden auch Vertreter der Internationalen Atomaufsichtsbehörde IAEA teilnehmen.
Aus Ölmarktsicht sind das erst einmal gute Nachrichten, auch wenn die sprichwörtliche Kuh noch nicht vom Eis ist und die amerikanische Drohkulisse gross bleibt. In einem Interview mit der Washington Post sagte US-Vizepräsident JD Vance zwar, dass ein jahrelanger Krieg ohne absehbares Ende im Nahen Osten nicht passieren werde, darin steckt aber auch die Aussage, dass kurze, heftige Angriffe wie etwa letzten Juni, als Israel und die USA gemeinsam die iranischen Atomanlagen zerbombten im Rahmen des Möglichen liegen. Vance sagte, er wisse nicht, wie sich Trump entscheiden werde. Als Optionen beschrieb er sowohl Militärschläge um sicherzustellen, dass der Iran keine Atomwaffe bekommt, als auch eine diplomatische Lösung.

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