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Aktuelles von der LÖG und der Branche.

8.5.26

USA/Iran: Neue Angriffe in der Strasse von Hormus

Trotz der bestehenden Waffenruhe und den laufenden Bemühungen um ein Friedensabkommen haben sich die USA und der Iran in der Strasse von Hormus erneut gegenseitig beschossen. Zudem griff das US-Militär einzelne Ziele im Iran an. Teheran sieht die Waffenruhe damit als verletzt, Washington bezeichnet sie weiter als intakt.
Laut US-Militärkommando (CENTCOM) hätten iranische Streitkräfte mehrere Raketen abgefeuert und Drohnen sowie kleine Boote eingesetzt, als drei US-Schiffe die Meerenge passiert hätten. Die Bedrohungen sei neutralisiert worden und man habe im Anschluss iranische Militäreinrichtungen angegriffen, die für die Angriffe auf die US-Streitkräfte verantwortlich gewesen seien, so das US-Militär.
Für den Iran ist das Vorgehen der USA eine klare Verletzung der Waffenruhe, Donald Trump sagte hingegen in einem Interview, die Waffenruhe gelte weiterhin. Der US-Präsident wiederholte seine Forderungen an den Iran, schnell einer Friedensvereinbarung zuzustimmen und verband sie mit seinen üblichen Drohungen eines massiven Bombardements auf die Islamische Republik, die laut Donald Trumps von Wahnsinnigen angeführt werde.
Die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Verhandlungslösung wird im Lichte dieser neuen Eskalation wieder deutlich kleiner, zumal auch aus dem Libanon wieder israelische Angriffe gemeldet wurden. Die Waffenruhe zwischen USA und Iran hatte eigentlich einen Angriffsstopp Israels auf sein Nachbarland beinhaltet, der allerdings ohnehin sehr brüchig gewesen war. Es bleibt nun abzuwarten, ob die Lage am Persischen Golf weiter eskaliert, oder ob die Diplomatie doch noch eine Chance hat.

7.5.26

„Mehr Wunsch als Realität“ – Iran relativiert Aussichten auf baldiges Abkommen

Gestern noch hatte es zwischenzeitlich danach ausgesehen, als sei eine Lösung des Konflikts im Persischen Golf zum Greifen nahe. Das US-Nachrichtenmagazin Axios berichtete von einem „Memorandum of Understanding“, das kurz vor der Unterzeichnung stehe (06.05.2026 Durch-bruch in Sicht? Iran und USA verhandeln wieder). Doch inzwischen hat der Iran diese Behauptung klar relativiert.

Noch gestern Abend erklärte Ebrahim Rezaei, Sprecher des außenpolitischen und nationalen Sicherheitsausschusses des Parlaments, auf X, dass der Vorschlag für ein Abkommen zur Beendigung des Krieges längst noch nicht so endgültig sei: „Der Axios-Text ist eher eine amerikanische Wunschliste als Realität. Die Amerikaner werden in einem Krieg, den sie verlieren, nichts gewinnen, was sie nicht bereits in direkten Verhandlungen erreicht haben“. Nach Annäherung oder besonderem Entgegenkommen klingt das nicht gerade.

6.5.26

US-Ölbestände stark gesunken

Die landesweiten Rohölbestände sind laut API gesunken, während auch im Zentrallager Cushing, Oklahoma, die Vorräte abgenommen haben. Bei Destillaten und Benzin werden ebenfalls Bestandsrückgänge gemeldet. Die Zahlen des API zur abgelaufenen Berichtswoche in der Übersicht:

Die Abbauten bei Rohöl, Benzin und Destillate sind allesamt umfangreicher als es die Experten im Vorfeld geschätzt hatten. Die Zahlen des API zeigen, dass die Sperrung der Straße von Hormus auch die USA in der Versorgung beeinträchtigt, auch wenn man selbst vergleichsweise wenig Rohöl und Produkte aus dem Nahen Osten bezieht.

Andere Länder, die ihre Waren aus der Region erhalten, kaufen aber nun verstärkt an anderen Märkten – auch in den USA. Dies sorgt für sinkende Vorräte, die sich in den Zahlen des API widerspiegeln. Der API Bericht ist somit bullish einzustufen, während der Markt auf die offiziellen Daten des DOE am Nachmittag um 16:30 Uhr warten. Sollten die Veränderungen in diesem Umfang bestätigt werden, so ist mit einer bullishen Reaktion an ICE und NY-MEX zu rechnen.

5.5.26

Nur wenige Schiffe verlassen Persischen Golf

Unter der US-Schiffseskorte, die als „Projekt Freiheit“ bezeichnet wird, konnten wohl 2 Frachter den Persischen Golf verlassen. „Die erfolgreich eskortierte Ausfahrt eines von Maersk betriebenen Schiffes hat dazu beigetragen, die unmittelbaren Befürchtungen hinsichtlich möglicher Versorgungsengpässe zu mildern“, so Tim Waterer, Analyst bei KCM Trade.

„Dies zeigt, dass eine eingeschränkte sichere Passage unter den gegenwärtigen Bedingungen möglich ist und hilft, die schlimmsten Befürchtungen hinsichtlich Versorgungsengpässen etwas zu entkräften. Es handelt sich jedoch nach wie vor um ein einmaliges Ereignis und nicht um eine vollständige Wiederaufnahme des Handels“, relativiert er jedoch die Bedeutung. Gleichzeitig beschoss der Iran mehrere Schiffe in der Region und den wichtigen Hafen Fujairah in den Vereinten Arabischen Emiraten (VAE).

4.5.26

OPEC+ beschließt neue Förderanhebung für Juni

Wie schon im Vorfeld erwartet, haben die 7 verbleibenden Mitglieder der OPEC+, die sich an freiwilligen Förderkürzungen beteiligen, am Sonntag eine erneute Produktionsanhebung beschlossen. Solange die Lieferströme durch die Straße von Hormus jedoch blockiert bleiben, dürfte es sich dabei allenfalls um Symbolpolitik handeln.

Laut OPEC+, deren Hauptmitglieder sich am Sonntag zu ihrer monatlichen Sitzung trafen, sollen die Fördermengen im Juni erneut um 188.000 B/T angehoben werden. Die Anpassung folgt im Umfang der Mai- Anhebung, allerdings bereinigt um den Anteil der Vereinigten Arabischen Emirate, die das Bündnis zum 1. Mai verlassen haben. Die angegebene Menge verteilt sich nun noch auf Saudi-Arabien, Irak, Kuwait, Algerien, Kasachstan, Russland und Oman.

30.4.26

Bereitet sich Washington auf neue Militäroptionen vor?

US-Präsident Donald Trump soll am Donnerstag vom US-Zentralkommando über neue mögliche Militäroptionen gegen den Iran informiert werden. Das berichtete das US-Nachrichtenportal Axios. Während die Verhandlungen über eine Wiederöffnung der Straße von Hormus ins Stocken geraten sind, sucht Washington nach Alternativen, um die Kontrolle in der Region zu erlangen.

Zuvor hatte Trump in einem Interview erklärt, er wolle an der US-Blockade der Straße von Hormus festhalten, da diese „etwas effektiver sei als Bombardierungen“. Wörtlich sagte er: „Sie ersticken wie ein vollgestopftes Schwein.“ Dennoch hat das US-Militär laut Axios einen Plan für eine kurze, aber intensive Angriffswelle gegen den Iran ausgearbeitet, um den Druck auf die Führung in Teheran zu erhöhen.

29.4.26

Raffinerie Schwedt sucht nach Lösung für drohende Versorgungsprobleme

Im Osten Deutschland könnte es ab Mai zu größeren Engpässen in der Versorgung kommen, nachdem Russland die Lieferungen kasachischen Öls über die Druschba Pipeline einstellen wird. Üblicher Weiße kommen etwa 43.000 B/T über das Netzwerk, die nun ersetzt werden müssen.

Über den polnischen Hafen Gdansk sollen die nun drohenden Ausfälle kompensiert werden, was allerdings nur begrenzt möglich erscheint. Man habe zwar die technische Kapazität zusätzliche Mengen abzuwickeln, aber der Zugang zum Hafen, Verladepläne, Verfügbarkeit von Rohöl und Raffineriekonfigurationen seien Dinge, die die Sache erschweren würden, heißt es aus Polen.

28.4.26

Atomprogramm bleibt Problem – USA mit Irans Vorschlag unzufrieden

Der Vorschlag des Iran zur Beendigung des seit zwei Monaten andauernden Krieges scheint in Washington auf wenig Gegenliebe zu stoßen. US-Präsident Donald Trump hat sich laut einstimmiger Berichte unzufrieden gezeigt. Damit schwinden erneut die Hoffnungen auf eine rasche Lösung des Konflikts im Persischen Golf.

Der iranische Vorschlag sieht vor, Gespräche über das Atomprogramm des Landes zunächst zu verschieben und stattdessen zunächst ein Ende des Krieges und die Öffnung der Straße von Hormus zu verhandeln. Trump scheint das jedoch nicht auszureichen, hatte Washington doch von Beginn an klar gemacht, dass nukleare Fragen von Beginn an Teil der Verhandlungen sind. Zudem hieß es, der Präsident hege Zweifel an der Aufrichtigkeit der iranischen Führung.

27.4.26

Goldman Sachs hebt Preisprognosen erneut an

Die anhaltend dramatische Lage im Persischen Golf zwingt Marktbeobachter und Analysten dazu, ihre Preisprognosen für den Ölmarkt immer wieder anzupassen. So haben nun auch die Experten bei Goldman Sachs ihre Preisschätzungen erneut angehoben und warnen vor einem extrem schnellen Abbau der globalen Lagerbestände.

Der Referenzpreis für die Nordseesorte Brent dürfte im vierten Quartal durchschnittlich 90 Dollar pro Barrel erreichen, hieß es heute von Goldman Sachs. Zuvor hatten die Analysten der amerikanischen Großbank mit 80 Dollar gerechnet. Auch die Prognosen für das laufende und das dritte Quartal wurden sowohl für Brent als auch für die US-Sorte WTI nach oben korrigiert.

24.4.26

Trump: Waffenruhe zwischen Israel und Libanon verlängert

Der 10-tägige Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon wird wohl um drei Wochen verlängert. Dies teilte US-Präsident Donald Trump am gestrigen Donnerstag über seine Kommunikationsplattform Truth Social mit. Die aktuelle Waffenruhe wäre ohne die Verlängerung am Sonntagabend ausgelaufen.
Regierungsvertreter aus Israel und dem Libanon hatten sich am gestrigen Donnerstag im Weissen Haus erneut getroffen, um über das weitere Vorgehen zu sprechen. Bei den Gesprächen sollen laut Trump auch Vizepräsident JD Vance und Außenminister Marco Rubio zugegen gewesen sein.
Trotz der aktuell geltenden Waffenruhe im Libanon kommt es immer wieder zu Verstössen durch Israel und die aus dem Libanon heraus agierende Hisbollah Miliz. Zuletzt gab das israelische Militär an, es habe eine Raketenabschussrampe der Hisbollah angegriffen, nachdem die Miliz trotz der Waffenruhe Raketen auf den Norden Israels abgefeuert habe.
Der Iran hatte eine Waffenruhe im Libanon ebenso zur Voraussetzung für weitere Verhandlungen mit den USA gemacht, wie die Beendigung der US-Seeblockade. Da Washington Letztere jedoch fortsetzte, platzte die für diese Woche ursprünglich geplante zweite Verhandlungsrunde.

23.4.26

US-Streitkräfte fangen iranische Tanker in asiatischen Gewässern ab

Während die Islamische Revolutionsgarde am gestrigen Mittwoch nahe der Straße von Hormus zwei Handelsschiffe beschlagnahmte, fing die US-Marine in asiatischen Gewässern in den vergangenen Tagen mindestens drei Tanker mit iranischer Beflaggung ab und leitete sie um. Die Tanker befanden sich laut Informationen aus Kreisen der Schifffahrt und des Sicherheitssektors nahe Sri Lanka, Malaysia und Indien.

Bei einem der Schiffe soll es sich um den Supertanker Deep Sea gehandelt haben, der laut Transponder zuletzt vor eine Woche vor der Küste Malaysias ausgemacht werden konnte. Der Tanker soll zum Teil mit Rohöl beladen gewesen sein. Voll beladen mit etwa 2 Mio. Barrel Rohöl war dagegen angeblich der zweite Supertanker Dorena, der sich laut Trackingdaten des Informationsdienstleisters MarineTraffic vor drei Tagen wohl noch vor der Südküste Indiens aufge-halten hatte. Der Tanker Severin, der "nur" über eine Ladekapazität von 1 Mio. Barrel verfügt, soll zu etwas mehr als der Hälfte beladen gewesen sein, bevor er von der US-Marine abgefan-gen wurde. Die Severin war zuletzt vor etwa einem Monat vor der malaysischen Küste gesehen worden.

22.4.26

API meldet erneut Abbauten in allen wichtigen Bestandskategorien

Das American Petroleum Institute (API) veröffentlichte Dienstagnacht wie üblich seine wöchentlichen Schätzungen zur Veränderung der US-Ölbestände. Wie bereits am Dienstag letzter Woche zeigte dieser auch gestern Abbauten in allen drei wichtigen Bestandskategorien.

Auch die Analysten gehen in ihren Erwartungen davon aus, dass die landesweiten Bestände an Rohöl, Destillaten und Benzin in den USA in der Woche zum 17. April abnahmen. Allerdings dürfte der Rückgang laut API in allen Kategorien deutlich stärker ausgefallen sein als von den Analysten erwartet. Einzig bei den Rohölvorräten im US-Zentrallager in Cushing, Oklahoma, meldete der größte Interessenverband der US-Ölindustrie leichte Bestandsaufbauten.

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